„Viel Luft um nichts - flüchtige Kosten sparen und Druckluftanlagen optimieren“
Ein Interview mit Christian Schuldt, Geschäftsführer der CS Instruments GmbH, über falsch dimensionierte Kompressoren, marode Leitungen und die Möglichkeit Energiekosten verbrauchsgerecht zu verteilen.
Wie sieht der Status quo der Industrie aus? (Interview auf youtube.com ansehen)
Christian Schuldt: Druckluft als Energieträger genießt großes Vertrauen und hat vielfältige Einsatzgebiete – in der Automobil- und Lebensmittelindustrie sowie in weiten Bereichen des Handwerks. Leider sind viele Druckluftanlagen falsch dimensioniert, weisen z. T. erhebliche Leckagen auf und sind in den seltensten Fällen bedarfsgerecht geregelt. In naher Zukunft wird sich die Gesetzeslage dahin verändern, dass Energieverbrauch und bedarfsgerechte Kosten mehr und mehr in den Vordergrund rücken, was viele Unternehmen zum Nachdenken bewegt - zum Glück gibt es Lösungen.
Welche Potenziale liegen im Druckluftbereich? (Interview auf youtube.com ansehen)
Christian Schuldt: Aufgrund des weiten Spektrums an Einsatzmöglichkeiten und einer Vielzahl an Anwendungsbereichen, ergeben sich enorme Möglichkeiten zu Einsparung. Oft reicht es schon aus, das Druckluftnetz auf Leckagen zu untersuchen und das Gesamtnetz sinnvoll in einzelne Bereiche zu unterteilen, die je nach Bedarf ab- und zugeschaltet werden. Erweitert um Volumenzähler zur Erfassung bedarfsgerechter Kosten und die Möglichkeit der Qualitätsüberwachung, z. B. über Taupunktmessungen schöpfen das Potenzial weiter aus und erleichtert es große Anlagen einfach und kostengünstig zu optimieren.
Wo liegt die Zukunft? (Interview auf youtube.com ansehen)
Christian Schuldt: Der Trend geht in Richtung bedarfsgerechte Analyse und Steuerung. Zukünftige Gesetze und Zertifizierungen, z. B. ISO 16001, werden dies voraussetzen und als Grundlage für neue Ziele definieren. Heute schon ist technisch vieles möglich, z. B. lassen sich Verbrauch und Qualität mobil an jedem Ort loggen und später am PC auswerten. Für größere Anlagen gibt es vernetzte Lösungen, die separate Datenlogger mit bis zu zwölf versch. Sensoren gemeinsam verwalten können und die gewonnen Daten einzeln analysieren. In naher Zukunft kann all das voll automatisch ablaufen um Aufwand und Kosten erheblich zu reduzieren.
Welche Möglichkeiten gibt es zur detaillierten Analyse? (Interview auf youtube.com ansehen)
Christian Schuldt: Bei der detaillierten Analyse stehen vernetzte Lösungen an der Spitze des derzeit Machbaren. Dezentrale Geräte mit Anschlussmöglichkeiten für unterschiedlichste Sensoren (Druck, Volumen, Temperatur, Taupunkt) sammeln dazu in bestimmten Intervallen Daten, die in Echtzeit über (W)LAN an jedem Rechner dargestellt und analysiert werden können. Die Vorteile liegen auf der Hand: Mitarbeiter sehen direkt in welchem Effizienzbereich sie arbeiten, erkennen Probleme frühzeitig und lassen sich von kleineren Optimierungen zusätzlich motivieren.
Ein ganz persönliches Ziel für die Zukunft? (Interview auf youtube.com ansehen)
Christian Schuldt: Die erfolgreiche Einführung unseres Top-Produkts DS 500, einem intelligenten Bildschirmschreiber, der universell erweiterbar ist und sich problemlos vernetzen lässt. Mit großartigem Input unserer Kunden haben wir ein Produkt entwickelt, welches sich über das bekannte Plug&Play-Konzept hervorragend in bestehende Systeme integrieren lässt. So profitieren vor allem energieintensive Unternehmen von den unzähligen Mess- und Analysemöglichkeiten und steigern ihre Produktivität sowie Effizienz bei sinkenden Kosten.